Montag, 12. Februar 2018

Sendepause

Es ist nun mehr Februar 2018 und heute finde ich das erste Mal seit einiger Zeit die Ruhe euch etwas zu schreiben...

Wie dem aufmerksamen Leser meines Blogs nicht entgangen sein dürfte, gab es irgendwann im Sommer einen drastischen Einbruch was meine Beiträge angeht. Nun, dafür gibt es einen einfachen wenn auch schrecklich Grund. 

Im letzten August - während unseres Urlaubes bei meinen Eltern - hat mein Vater einen schweren Schlaganfall erlitten. Seit diesem Tag hat sich mein Leben und das meines Mannes und das meiner Kinder dramatisch verändert. Weil ich das einzige Kind meines Vaters bin liegen nun alle Sorgen und Belange allein auf meinen Schultern. Und als die Frage nach der Übernahme der Betreuung aufkam zögerte ich keinen Augenblick und übernahm auch diese. 
Seitdem ist nichts mehr wie es war. Immer wieder hänge ich zwischen Hoffen und Bangen fest. Fühle mich zeitweise schrecklich einsam und überfordert mit all der Bürokratie, den unfähigen Ansprechpartnern und der mir immer wieder entgegen prahlenden Unmenschlichkeit. Kein Stück von Verständnis oder gar Mitgefühl ist zumeist zu erwarten. 
Ich will gar nicht weiter ins Detail gehen und jammern will ich auch nicht. Ich bin sicher nicht die einzige Tochter, der es so ergeht und ich werde gewiss auch nicht die Letzte sein...

Es brauchte eine gewisse Zeit um mich wieder zu "fangen" und diese Zeit wird wohl immer wieder nötig sein. Mein Hobby - das Nähen - hat mir in dieser Zeit auch lange keine Freude mehr bereitet. Alles was ich angefasst habe ist reif für die Tonne gewesen. Meine Freude am Nähen kehrt gaaaaaanz langsam, Stück für Stück zurück. Und der Grund dafür ist unser kleiner Zuwachs.



Seit Mitte Dezember habe ich einen kleinen Shi Tzu. Wer mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich mich einen Hund anschaffen würde, den hätte ich für verrückt erklärt. Mein erster Hund war auch schon eine kleine Shi Tzu Dame. Wir waren wie Pech und Schwefel. Aber das ist etliche Jahre schon wieder her :-/ ...

Sie hilft mir jedenfalls unglaublich dabei, ruhiger zu werden und ein stückweit auch meine Kreativität wieder zu finden. Dank der kleinen Lisa (so heißt sie nämlich) gelingen mir die ersten Nähprojekte wieder. Auch entspannt sich unser Familienleben deutlich. Wir sind nun noch mehr unterwegs und gehen viel spazieren (wenn auch nicht immer ganz freiwillig :-)). Ich freu mich so, dass die kleine Lisa da ist und unsere Familie bereichert.


Und ich kann euch sogar schon etwas zeigen, was ich genäht habe und mir sogar gelungen sind.  :-)

Nämlich eine Art #HundeSchlafsack für Lisa. Ist alles nicht weiter besonderes. Aber für mich ein echtes Glücksgefühl. 


Ich freu mich jedenfalls sehr den Weg zurück zum Blog gefunden zu haben. Ich hatte ganz vergessen, wieviel Freude mir das Schreiben und zeigen macht. Ich wünsche mir, dass mir auch hier wieder eine Routine gelingt. Ich hoffe das Beste :-)

Dienstag, 21. November 2017

#Burda 6988 Kleid - Tutorial

Heute möchte ich ein neues Kleid für die Arbeit nähen. Dafür habe ich den Schnitt von #Burda 6988 ausgewählt. Diesen Schnitt habe ich bereits als Weihnachtskleid 2016 verwendet. Der Stoff stammt ebenfalls noch aus 2016. Bis jetzt hatte ich für diesen Jersey vom Stoffmarkt in Freising keine passende Idee aber für dieses Kleid macht er sich bestimmt ganz hervorragend :)


Natürlich müssen alle Teile zugeschnitten und alle Markierungen übertragen werden. Soweit ja nichts Neues. Für die Markierung habe ich ein kleines Zauberding entdeckt. Nämlich als ich mal in Dresden zu Besuch war und mein Weg mich an einem Bastelladen vorbei führte. Dort habe ich dieses kleine nichts sagende Teilchen gefunden. Einer Eingebung folgend habe ich es einfach mal mit genommen. 

Mit diesem kleinen Rädchen könnt ihr ganz problemlos die Markierungen nämlich auf den Stoff übertragen. Es drückt so zusagen eine Linie in den Stoff. Also beim waschen keine lästigen Überreste von Kreide, Bleistiften oder sonstigen Stiften. Eine wirklich tolle Erfindung :)

Auf den nächsten Bild könnt ihr die leichte Markierung im Stoff erkennen. Toll, was?


Dank der Markierungen könnt ihr jetzt eure Abnäher auf der Vorder und Rückseite nähen. Dann wie in der Burda Anleitung unter Punkt Abnäher weiter verfahren.

Anders als in der Burda Anleitung angegeben, arbeite ich für den Halsausschnitt lieber mit einem Beleg. Das sieht sauberer aus und lässt sich besser verarbeiten. Hierzu müsst ihr euch einen extra Beleg anfertigen. Das macht ihr, in dem ihr den Halsausschnitt eures Schnittmusters (vorne und hinten) noch einmal separat zuschneidet. Also sowohl als Papierschnitt als auch natürlich als Stoffteil. Siehe hierzu auch das nächste Bild.

 
Nun näht ihr die Schulternaht eurer beiden Stoffteile für Vorn und Hinten zusammen. Ich mache das immer mit meiner Overlook. Natürlich geht auch ein ganz klein gestellter Zickzackstich an eurer Nähmaschine. Gegenfalls müsst ihr in der Beschreibung eurer Nähmaschine nachlesen. Zum Stabilisieren der Schulternaht nähe ich noch ein zusätzliches Stückchen Stoff des verarbeiteten Stoffes mit ein. Danach die Nähte kräftigt bügeln. Achtet hier bitte auf die entsprechende Temperatur, welche für euren Stoff geeignet ist.
Das selbe macht ihr natürlich auch mit den Belegen für das Vorder- und Rückenteil.

 

Nun legt ihr - wie auf dem nächsten Bild zu sehen - den Beleg mit der linken Seite auf die linke Seite des Halsausschnittes. Gewissenhaft verteilen und dann fest steppen. Danach klappt ihr alles um und bügelt das Ganz ordentlich. Wie der Ausschnitt dann aussieht, könnt ihr am übernächsten Bild sehen.

 
 

Nun geht es an den vorletzten Schritt. Und der ist auch anders als wie er in der Beschreibung von BURDA angegeben ist. Aber ich finde das so viiiiel einfacher. 
Ihr nehmt jeweils einen Ärmel und näht ihn entsprechend fest. Danach könnt ihr den Ärmel und die Seitennaht in einem Rutsch steppen. Das macht ihr natürlich mit der anderen Seite auch.


Jetzt müsst ihr nur noch das Kleid und die Ärmel säumen und schon ist euer Kleid fertig.

Wie ihr seht, das Kleid ist gar nicht so schwer wie vielleicht gedacht.

Ich freu mich, wenn ich euch helfen konnte. Wenn ihr noch Fragen habt oder ihr euch an ein bestimmtes Schnittmuster von Burda nicht heran traut, dann schreibt mir einfach in die Kommentare. 



Dienstag, 3. Oktober 2017

#Burda11/2006 Zipperjacke -Tutorial

Wie versprochen kommt hier nun mein Tutorial zu der Zipperjacke 127 aus der #Burda11/2006

Vergangenes Jahr habe ich mir einen ganz wunderbar kuscheligen Stoff mit grauen Sternen auf dem Holländischen Stoffmarkt gekauft. Als ich die alten Burda Zeitungen bei meiner Mutti angesehen habe, ist mir diese Jacke gleich ins Auge gefallen. Nun habe ich es gewagt und mir aus besagten Sternchenstoff diese Jacke genäht...
Die Anleitung von Burda ist da wieder etwas gewöhnungsbedürftig ausgefallen. Vorallem der Kragen war irgendwie nicht so klar beschrieben. Zumindest für mich aber vielleicht geht es euch ja auch so. Dann wollen wir mal starten...

1. Ich denken, das Zusammennähen der Vorder- und Rückteile dürfte soweit klar sein. Einziger Unterschied hier ist, dass ich die Seitennähte NICHT zusammengenäht habe. Später werdet ihr erkennen warum. Wie ihr am Bild sehen könnt, habe ich den Halsbeleg an den Beleg des Vorderteils gesteppt. Damit wäre auch schon der erste Teil erledigt. Es geht weiter mit dem 3. Punkt laut der Burda Anleitung...
2. den ersten Teil des dritten Punkts habe ich bereits gemacht. Nämlich den Beleg an den rückwärtigen Besatz zusteppen. Jetzt geht es weiter mit dem Kragen. Ihr müsst ein Stoffstreifen euch zurecht schneiden. In meinem Fall Gr. 36, also 39x12 cm. Bitte beachtet die Angaben für eure Größe in der Anleitung. Eine Nahtzugabe ist in der Massangabe bereits enthalten. Diesen faltet ihr längs und näht ihn an den beiden kürzeren Enden zusammen. Dann wendet ihr euren Kragen und bügelt ihn.
Um euch das anstecken des Kragens zu erleichtern, empfehle ich euch hier vorzugehen wie beim Annähen eines Bündchens o.ä. Soll heißen, ihr steckt euch sowohl am Kragen als auch am Beleg der Jacke die Mitten und die Seiten eine Nadel. So könnt ihr den Kragen ganz gleichmäßig am Beleg anheften. Ich hoffe, die beiden nächsten Bilder können eure Fragezeichen im Gesicht nehmen :)

Wenn ihr den Kragen an den Beleg gesteppt habt, könnt ihr alles umdrehen und sowohl den Kragen als auch den rückwärtigen Beleg kräftig bügeln. Achtet hier aber natürlich auf die Beschaffenheit eures Stoffes.

Wie ihr am oberen Bild erkennen könnt, habe ich nun bereits die Ärmel angenäht. Natürlich nur an der Armkugel. Der Ärmel darf nicht bereits zusammen genäht sein. Sonst funktioniert es nicht. Den Ärmelsaum bitte auch noch nicht machen. Dieser wird ganz zum Schluss gemacht.
Wie immer die Nähte schön glatt bügeln. Dann wendet ihr eure Jacke wieder auf rechts und näht die Seitennäht und die Ärmelnaht in einem Zug zusammen. Auf dem nächsten Bild habe ich die gemeinten Nähte mit Klammern fixiert um euch zu zeigen, wie ich es meine.
3. Die Jacke nimmt ja langsam Gestalt an :)
Es folgt nun der 4. Punkt der Burda Anleitung. Keine Ahnung warum da ein ewig langer Text steht aus dem Frau eh nicht so wirklich schlau wird. Fakt ist auf jeden Fall, dass ihr den vorderen Beleg in die spätere Position bringt falls kräftig bügelt. Lasst es am besten auskühlen. So verstärkt sich der Effekt. Nun nehmt ihr Eure RV und bügelt ihn ebenfalls kräftig. Aber Achtung! Benutzt unbedingt ein Tuch und nicht direkt auf den Zähnchen bügeln, nur daneben. Das ist ein kleiner Trick. Denn habt ihr gewusst, dass ein neuer RV beim ersten waschen ebenfalls eingeht? Mit dem Damfbügeln verhindert man das. 

Nun öffnet ihr euren RV und legt die eine RV-Seite auf die Umbruchkannte, welche durch das Bügeln entstanden ist. Siehe nächstes Bild. Leider hatte ich vergessen ein Bild zu machen. Deshalb musste ich es nachträglich machen. Lasst euch also nicht von dem weißen ungeöffneten RV verwirren. Die gestrichelte Linie steht für die gebügelte Umbruchkannte. An diese Kante legt ihr die Zähnchen eures RV und näht ihn mit einem Reißverschlussfüsschen an.

Jetzt klappt ihr den Vorderen Beleg wieder um in die richtige Position. Die Naht ist durch den Beleg verdeckt. Das ist auch so gewollt. Endlich geht es an das verschönern :) Ihr nehmt euer Satinband oder was auch immer ihr euch ausgesucht habt und klappt es oben ein wenig ein. Dann legt ihr diesen eingeklappten Anfang auf den oberen bzw. unteren Teil eures RV und näht das Band fest. Siehe nächstes Bild. Entsprechend so verarbeitet ihr auch die anderer Seite eurer Jacke


4. Die Jacke ist fast fertig. Jetzt müsst ihr nur noch die Ärmelsäume entweder per Hand oder mit der Coverlock umnähen. Mit einem farblich passenden Garn habe ich den Beleg von innen angeheftet. Das sieht hübscher aus und der Beleg flattert beim tragen nicht so rum. Den rückwärtigen Beleg habe ich mit der Nähmaschine festgenäht. Das gibt einen zusätzlichen netten Akzent. Das müsst ihr aber nicht.


Eigentlich war es doch gar nicht so schwer die Jacke zu nähen oder? Was doch eine Anleitung alles ausmachen kann :)

Ich hoffe, mein Tutorial hat euch gefallen und weiter geholfen. 


Donnerstag, 21. September 2017

Zwischendurch ein Lebenszeichen....

Seit einigen Wochen ist es auf meinem Blog seeeeehr ruhig geworden. 

Ein schwerer Schicksalsschlag hat meine Familie ereilt. Nicht, dass jetzt wieder alles gut wäre aber ich finde ganz langsam wieder in mein "altes" Leben zurück. Auch die Nähmaschine kommt ganz allmählich wieder in Einsatz. 
Es dauert sicher nicht mehr lang und ich kann euch wieder ein paar neue Sachen zeigen. Im Moment arbeite ich an einer Burda Jacke aus dem Jahre 2006. Ich habe eine Art Tutorial daraus gemacht. Die Burda Beschreibung ist ja doch oft mehr als dürftig. Zumindest für Anfänger. 

Habt noch ein wenig Geduld.

Eure Peggy

Donnerstag, 29. Juni 2017

Goldie Panel #LP Sommertop - RUMS #26/17

Wie ihr unschwer erkennen könnt handelt es sich wieder um mein #LP Sommertop.
Entstanden ist es eigentlich aus der Not heraus. Im Moment verarbeite ich ganz intensiv alle möglichen angesammelten Stoffreste. Unglaublich, was sich da so in kürzester Zeit ansammelt. Und zum gefühlten 10000. Mal fiel mir wieder der Stoff Goldie Panel von #Staghorn Design in die Hände.
Hier könnt ihr noch mal nach lesen, was ich ursprünglich daraus genäht habe...

 
Nun ist es aber so, dass dieser Stoff zwar wirklich schön teuer ist aber eine ziemliche Stoff Verschwendung mit sich bringt. Das kommt nicht zu Letzt durch die merkwürdige Art des Zuschnitts. Üblicherweise wird Panel-weise der Stoff angeboten bzw. verkauft. Bei #Staghorn Design scheint man davon eher noch nichts gehört zu haben. Prinzipiell bin ich auch von dieser Firma mittlerweile mehr als ernüchtert. Weder ist - wie eben erwähnt - der Zuschnitt besonders glücklich noch stimmt die Qualität bzw. das Preis-Leistungsverhältnis. Wie ich bedauerlicher Weise feststellen musste, gibt es bei den einschlägigen Nähgruppen Im Internet ähnliche Erfahrungen... Meine bereits genähten Shirts (siehe Link weiter oben) sind nach ein paar mal tragen bereits völlig verfusselt und ausgeblichen. Der Stoff fühlt sich überhaupt nicht mehr schön an :-( ... So What... das soll jetzt hier nicht zum Hauptthema werden...    

... also auf Grund der Zuschnittart musste ich ziemlich lang rum friemeln bis die jeweiligen Schnittteile so platzsparend wie möglich lagen und ich die gewünschten Motive bekommen habe. (Hat allerdings auch nicht immer soooooo ganz hin gehauen...) Am Ende hatte ich ein völlig durchlöcherten "Riesen" Stoffrest.
Beim Anblick diesen Häufchen Elends kam mir der Geistesblitz. Das Sommertop könnte da noch raus zu bekommen sein... Gesagt, getan.

Natürlich musste ich wieder flexibel sein was die Position der Motive anging. Aber ich find es trotzdem sehr schön. Auch die schwarzen Bänder, Saumen und die Einfassung sind ausschließlich aus Resten gemacht. Das Projekt "Resteverwertung" hat also ganz wunderbar geklappt :-)  


Das Top und ich hüpfen jetzt rüber zu RUMS und schauen mal, was die anderen Mädels so gezaubert haben :-)