Dienstag, 21. November 2017

#Burda 6988 Kleid - Tutorial

Heute möchte ich ein neues Kleid für die Arbeit nähen. Dafür habe ich den Schnitt von #Burda 6988 ausgewählt. Diesen Schnitt habe ich bereits als Weihnachtskleid 2016 verwendet. Der Stoff stammt ebenfalls noch aus 2016. Bis jetzt hatte ich für diesen Jersey vom Stoffmarkt in Freising keine passende Idee aber für dieses Kleid macht er sich bestimmt ganz hervorragend :)


Natürlich müssen alle Teile zugeschnitten und alle Markierungen übertragen werden. Soweit ja nichts Neues. Für die Markierung habe ich ein kleines Zauberding entdeckt. Nämlich als ich mal in Dresden zu Besuch war und mein Weg mich an einem Bastelladen vorbei führte. Dort habe ich dieses kleine nichts sagende Teilchen gefunden. Einer Eingebung folgend habe ich es einfach mal mit genommen. 

Mit diesem kleinen Rädchen könnt ihr ganz problemlos die Markierungen nämlich auf den Stoff übertragen. Es drückt so zusagen eine Linie in den Stoff. Also beim waschen keine lästigen Überreste von Kreide, Bleistiften oder sonstigen Stiften. Eine wirklich tolle Erfindung :)

Auf den nächsten Bild könnt ihr die leichte Markierung im Stoff erkennen. Toll, was?


Dank der Markierungen könnt ihr jetzt eure Abnäher auf der Vorder und Rückseite nähen. Dann wie in der Burda Anleitung unter Punkt Abnäher weiter verfahren.

Anders als in der Burda Anleitung angegeben, arbeite ich für den Halsausschnitt lieber mit einem Beleg. Das sieht sauberer aus und lässt sich besser verarbeiten. Hierzu müsst ihr euch einen extra Beleg anfertigen. Das macht ihr, in dem ihr den Halsausschnitt eures Schnittmusters (vorne und hinten) noch einmal separat zuschneidet. Also sowohl als Papierschnitt als auch natürlich als Stoffteil. Siehe hierzu auch das nächste Bild.

 
Nun näht ihr die Schulternaht eurer beiden Stoffteile für Vorn und Hinten zusammen. Ich mache das immer mit meiner Overlook. Natürlich geht auch ein ganz klein gestellter Zickzackstich an eurer Nähmaschine. Gegenfalls müsst ihr in der Beschreibung eurer Nähmaschine nachlesen. Zum Stabilisieren der Schulternaht nähe ich noch ein zusätzliches Stückchen Stoff des verarbeiteten Stoffes mit ein. Danach die Nähte kräftigt bügeln. Achtet hier bitte auf die entsprechende Temperatur, welche für euren Stoff geeignet ist.
Das selbe macht ihr natürlich auch mit den Belegen für das Vorder- und Rückenteil.

 

Nun legt ihr - wie auf dem nächsten Bild zu sehen - den Beleg mit der linken Seite auf die linke Seite des Halsausschnittes. Gewissenhaft verteilen und dann fest steppen. Danach klappt ihr alles um und bügelt das Ganz ordentlich. Wie der Ausschnitt dann aussieht, könnt ihr am übernächsten Bild sehen.

 
 

Nun geht es an den vorletzten Schritt. Und der ist auch anders als wie er in der Beschreibung von BURDA angegeben ist. Aber ich finde das so viiiiel einfacher. 
Ihr nehmt jeweils einen Ärmel und näht ihn entsprechend fest. Danach könnt ihr den Ärmel und die Seitennaht in einem Rutsch steppen. Das macht ihr natürlich mit der anderen Seite auch.


Jetzt müsst ihr nur noch das Kleid und die Ärmel säumen und schon ist euer Kleid fertig.

Wie ihr seht, das Kleid ist gar nicht so schwer wie vielleicht gedacht.

Ich freu mich, wenn ich euch helfen konnte. Wenn ihr noch Fragen habt oder ihr euch an ein bestimmtes Schnittmuster von Burda nicht heran traut, dann schreibt mir einfach in die Kommentare. 



Dienstag, 3. Oktober 2017

#Burda11/2006 Zipperjacke -Tutorial

Wie versprochen kommt hier nun mein Tutorial zu der Zipperjacke 127 aus der #Burda11/2006

Vergangenes Jahr habe ich mir einen ganz wunderbar kuscheligen Stoff mit grauen Sternen auf dem Holländischen Stoffmarkt gekauft. Als ich die alten Burda Zeitungen bei meiner Mutti angesehen habe, ist mir diese Jacke gleich ins Auge gefallen. Nun habe ich es gewagt und mir aus besagten Sternchenstoff diese Jacke genäht...
Die Anleitung von Burda ist da wieder etwas gewöhnungsbedürftig ausgefallen. Vorallem der Kragen war irgendwie nicht so klar beschrieben. Zumindest für mich aber vielleicht geht es euch ja auch so. Dann wollen wir mal starten...

1. Ich denken, das Zusammennähen der Vorder- und Rückteile dürfte soweit klar sein. Einziger Unterschied hier ist, dass ich die Seitennähte NICHT zusammengenäht habe. Später werdet ihr erkennen warum. Wie ihr am Bild sehen könnt, habe ich den Halsbeleg an den Beleg des Vorderteils gesteppt. Damit wäre auch schon der erste Teil erledigt. Es geht weiter mit dem 3. Punkt laut der Burda Anleitung...
2. den ersten Teil des dritten Punkts habe ich bereits gemacht. Nämlich den Beleg an den rückwärtigen Besatz zusteppen. Jetzt geht es weiter mit dem Kragen. Ihr müsst ein Stoffstreifen euch zurecht schneiden. In meinem Fall Gr. 36, also 39x12 cm. Bitte beachtet die Angaben für eure Größe in der Anleitung. Eine Nahtzugabe ist in der Massangabe bereits enthalten. Diesen faltet ihr längs und näht ihn an den beiden kürzeren Enden zusammen. Dann wendet ihr euren Kragen und bügelt ihn.
Um euch das anstecken des Kragens zu erleichtern, empfehle ich euch hier vorzugehen wie beim Annähen eines Bündchens o.ä. Soll heißen, ihr steckt euch sowohl am Kragen als auch am Beleg der Jacke die Mitten und die Seiten eine Nadel. So könnt ihr den Kragen ganz gleichmäßig am Beleg anheften. Ich hoffe, die beiden nächsten Bilder können eure Fragezeichen im Gesicht nehmen :)

Wenn ihr den Kragen an den Beleg gesteppt habt, könnt ihr alles umdrehen und sowohl den Kragen als auch den rückwärtigen Beleg kräftig bügeln. Achtet hier aber natürlich auf die Beschaffenheit eures Stoffes.

Wie ihr am oberen Bild erkennen könnt, habe ich nun bereits die Ärmel angenäht. Natürlich nur an der Armkugel. Der Ärmel darf nicht bereits zusammen genäht sein. Sonst funktioniert es nicht. Den Ärmelsaum bitte auch noch nicht machen. Dieser wird ganz zum Schluss gemacht.
Wie immer die Nähte schön glatt bügeln. Dann wendet ihr eure Jacke wieder auf rechts und näht die Seitennäht und die Ärmelnaht in einem Zug zusammen. Auf dem nächsten Bild habe ich die gemeinten Nähte mit Klammern fixiert um euch zu zeigen, wie ich es meine.
3. Die Jacke nimmt ja langsam Gestalt an :)
Es folgt nun der 4. Punkt der Burda Anleitung. Keine Ahnung warum da ein ewig langer Text steht aus dem Frau eh nicht so wirklich schlau wird. Fakt ist auf jeden Fall, dass ihr den vorderen Beleg in die spätere Position bringt falls kräftig bügelt. Lasst es am besten auskühlen. So verstärkt sich der Effekt. Nun nehmt ihr Eure RV und bügelt ihn ebenfalls kräftig. Aber Achtung! Benutzt unbedingt ein Tuch und nicht direkt auf den Zähnchen bügeln, nur daneben. Das ist ein kleiner Trick. Denn habt ihr gewusst, dass ein neuer RV beim ersten waschen ebenfalls eingeht? Mit dem Damfbügeln verhindert man das. 

Nun öffnet ihr euren RV und legt die eine RV-Seite auf die Umbruchkannte, welche durch das Bügeln entstanden ist. Siehe nächstes Bild. Leider hatte ich vergessen ein Bild zu machen. Deshalb musste ich es nachträglich machen. Lasst euch also nicht von dem weißen ungeöffneten RV verwirren. Die gestrichelte Linie steht für die gebügelte Umbruchkannte. An diese Kante legt ihr die Zähnchen eures RV und näht ihn mit einem Reißverschlussfüsschen an.

Jetzt klappt ihr den Vorderen Beleg wieder um in die richtige Position. Die Naht ist durch den Beleg verdeckt. Das ist auch so gewollt. Endlich geht es an das verschönern :) Ihr nehmt euer Satinband oder was auch immer ihr euch ausgesucht habt und klappt es oben ein wenig ein. Dann legt ihr diesen eingeklappten Anfang auf den oberen bzw. unteren Teil eures RV und näht das Band fest. Siehe nächstes Bild. Entsprechend so verarbeitet ihr auch die anderer Seite eurer Jacke


4. Die Jacke ist fast fertig. Jetzt müsst ihr nur noch die Ärmelsäume entweder per Hand oder mit der Coverlock umnähen. Mit einem farblich passenden Garn habe ich den Beleg von innen angeheftet. Das sieht hübscher aus und der Beleg flattert beim tragen nicht so rum. Den rückwärtigen Beleg habe ich mit der Nähmaschine festgenäht. Das gibt einen zusätzlichen netten Akzent. Das müsst ihr aber nicht.


Eigentlich war es doch gar nicht so schwer die Jacke zu nähen oder? Was doch eine Anleitung alles ausmachen kann :)

Ich hoffe, mein Tutorial hat euch gefallen und weiter geholfen. 

Eure Peggy

Donnerstag, 21. September 2017

Zwischendurch ein Lebenszeichen....

Seit einigen Wochen ist es auf meinem Blog seeeeehr ruhig geworden. 

Ein schwerer Schicksalsschlag hat meine Familie ereilt. Nicht, dass jetzt wieder alles gut wäre aber ich finde ganz langsam wieder in mein "altes" Leben zurück. Auch die Nähmaschine kommt ganz allmählich wieder in Einsatz. 
Es dauert sicher nicht mehr lang und ich kann euch wieder ein paar neue Sachen zeigen. Im Moment arbeite ich an einer Burda Jacke aus dem Jahre 2006. Ich habe eine Art Tutorial daraus gemacht. Die Burda Beschreibung ist ja doch oft mehr als dürftig. Zumindest für Anfänger. 

Habt noch ein wenig Geduld.

Eure Peggy

Donnerstag, 29. Juni 2017

Goldie Panel #LP Sommertop - RUMS #26/17

Wie ihr unschwer erkennen könnt handelt es sich wieder um mein #LP Sommertop.
Entstanden ist es eigentlich aus der Not heraus. Im Moment verarbeite ich ganz intensiv alle möglichen angesammelten Stoffreste. Unglaublich, was sich da so in kürzester Zeit ansammelt. Und zum gefühlten 10000. Mal fiel mir wieder der Stoff Goldie Panel von #Staghorn Design in die Hände.
Hier könnt ihr noch mal nach lesen, was ich ursprünglich daraus genäht habe...

 
Nun ist es aber so, dass dieser Stoff zwar wirklich schön teuer ist aber eine ziemliche Stoff Verschwendung mit sich bringt. Das kommt nicht zu Letzt durch die merkwürdige Art des Zuschnitts. Üblicherweise wird Panel-weise der Stoff angeboten bzw. verkauft. Bei #Staghorn Design scheint man davon eher noch nichts gehört zu haben. Prinzipiell bin ich auch von dieser Firma mittlerweile mehr als ernüchtert. Weder ist - wie eben erwähnt - der Zuschnitt besonders glücklich noch stimmt die Qualität bzw. das Preis-Leistungsverhältnis. Wie ich bedauerlicher Weise feststellen musste, gibt es bei den einschlägigen Nähgruppen Im Internet ähnliche Erfahrungen... Meine bereits genähten Shirts (siehe Link weiter oben) sind nach ein paar mal tragen bereits völlig verfusselt und ausgeblichen. Der Stoff fühlt sich überhaupt nicht mehr schön an :-( ... So What... das soll jetzt hier nicht zum Hauptthema werden...    

... also auf Grund der Zuschnittart musste ich ziemlich lang rum friemeln bis die jeweiligen Schnittteile so platzsparend wie möglich lagen und ich die gewünschten Motive bekommen habe. (Hat allerdings auch nicht immer soooooo ganz hin gehauen...) Am Ende hatte ich ein völlig durchlöcherten "Riesen" Stoffrest.
Beim Anblick diesen Häufchen Elends kam mir der Geistesblitz. Das Sommertop könnte da noch raus zu bekommen sein... Gesagt, getan.

Natürlich musste ich wieder flexibel sein was die Position der Motive anging. Aber ich find es trotzdem sehr schön. Auch die schwarzen Bänder, Saumen und die Einfassung sind ausschließlich aus Resten gemacht. Das Projekt "Resteverwertung" hat also ganz wunderbar geklappt :-)  


Das Top und ich hüpfen jetzt rüber zu RUMS und schauen mal, was die anderen Mädels so gezaubert haben :-) 

Donnerstag, 22. Juni 2017

#LovlyPatterns a la Paris - RUMS #25/17

Tja, es gibt so bestimmte Schnitte, die liebt man einfach. Also ich meine L-I-E-B-E-N. Nicht mögen, nicht recht gern tragen. Nein! Ich meine wirklich LIEBEN. In meinem Bestand gibt es natürlich auch Unmengen an Schnittmuster. Die einen sind super und man näht sie gern und die anderen entpuppen sich als reine Fehlinvestitionen. Leider bekommt man diese Erkenntnis oft erst nach dem erfolgreichen vergeuden eines teuren hübschen und dazu vielleicht noch limitierten Stoffs. So what...
Aber dann gibt es da noch die Schnittmuster, welche man LIEBT. Diese kleinen Exoten stellen meisten prozentual betrachtet den geringsten Anteil von Schnittmustern da.

Interessant wäre ja nun, was ein Schnitt haben muss damit er sich zu dieser selten Randgruppe zählen darf. Nun, ich möchte fast behaupten, dass kommt ganz auf den Besitzer des besagten Schnittmusters an. Jeder Mensch ist ja bekanntermaßen anders deshalb sind wohl für jeden Menschen andere Eigenschaften entscheidend. Ich für meinen Teil habe da - nach genau dieser Reinfolge gehend - folgende Punkte:

1. Einzigartigkeit
"Was soll das denn wieder bedeuten? Jedes Schnittmuster ist doch irgendwie ähnlich."
Ja klar. Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass du für ein Oberteil wohl ein Vorderes und ein Hinteres Schnittteil brauchst. Mir geht es da vielmehr um die Häufigkeit des besagten Schnittmuster. In der Nähcommunity gibt es ja doch den einen oder anderen Dauerbrenner. Und der wird dann hoch und runter; vor und zurück genäht. Egal ob er für die eigene Figur taugt oder nicht. Womit ich bereits beim 2. Punkt angekommen wäre...

2. "Der tut nichts für dich"
Die Shopping Queen Verrückten wissen jetzt ganz genau was ich meine bzw. was Herr Kretschmer meint, wenn er mit diesen Worten auf den Lippen den Kopf schüttelt und die Hände vor´s Gesicht schlägt....
Mein Schnittmuster (auf meiner Schnittmusterbox sind diese Exoten mit LP´s bezeichnet: Lovly Patterns) muss also meine Schokoladenseiten betonen. Bekanntermaßen hat jeder Mensch andere Schokoladenseiten also muss mein LP nicht zwingend das einer anderen Nähbiene sein.
  

3. "... wie angegossen" 
Das klingt jetzt vielleicht echt albern. Aber das Schnittmuster MUSS passen. Sollte ja eigentlich bei jedem Schnittmuster so sein... aber NEIN, das ist bei dem einen oder anderen tatsächlich ein Problem. Wie oft schlagen irgendwo Falten, oder es ist zu kurz, zu lang, zu sackig zu eng, zu weit usw. usw. DAS ist ein No-Go wenn ein Schnittmuster ein #LP werden will. :-)


4. "Ich fühl mich wohl so wie ich bin..."
Last but not least ist der Wohlfühlfaktor. Da kann der Schnitt noch so toll passen; wenn ich mich in dem fertigen Stück nicht wohl fühle bringen mir die Punkte 1 bis 3 gar nichts.

Aber lange Rede kurzer Sinn; welcher Schnitt ist denn mein persönliches LP? In meinen konkreten Fall handelt es sich um ein Schnittmuster bestehend aus 3 Teilen. Man Frau kann es nicht kaufen. Ich habe dieses schulterfreie Sommertop von einem vor Ewigkeiten gekauften Teil abgenommen. Das Original ist bereits auseinander gefallen weil ich es so oft getragen habe. :-) Nun lebt es weiter. Denn mittlerweile habe ich bereits vier oder fünf Versionen davon im Schrank liegen und ein Ende ist nicht absehbar. Ganz nebenbei dient dieses Sommertop auch ganz wunderbar zur Resteverwertung. Denn es braucht nicht viel an Stoff. :-)


Hier trage ich einen Teil meiner persönlichen "A la Paris" Kollektion. Diese besteht aus besagten Sommertop, zwei relativ einfachen T-Shirts und dem dazu passenden Rock. Wie ich ja hier schrieb, habe ich extra neonpinkfarbene Spitze gekauft. Und mit Hilfe meines Plotters habe ich die passende Schrift auf den Rock gebracht. - Einziges - beim plotten ist mir ein typischer Anfängerfehler passiert. Ich habe nämlich vergessen die Schrift vorab zu spiegeln so dass der Schriftzug jetzt spiegelverkehrt ist. Aber das stört mich nicht weiter. Die kleine Schrift dient in erster Linie nur als kleiner Farbtupfer auf dem Rock.

Ich bin jedenfalls total glücklich mit dieser Kollektion und ich trage sie besonders gern. Erzählt doch mal. Habt ihr auch ganz persönliche #LovlyPatterns? Und wenn ja, warum sind gerade sie es für euch geworden? Ich bin auf eure LP´s jedenfalls mächtig gespannt... ich hüpf mal rüber zu den Mädels bei #RUMS